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14945 Besuche  -  Letzte Aktualisierung; 27.06.2026.

Fasnet-Umzug 2025 - ein Kommentar

... angestachelt durch Hunger nach Eigenlob betreffs des größten Wagens oder des lautesten Krachs. Leute, wie toll Ihr seid, das erfreut wirklich keinen! Angeberei gab es in Deutschland zu meiner Kindheit nicht in diesem Umfang ... das wurde vom Ausland und von der Freizeitgüterindustrie importiert. Kein Wunder, dass wir von unseren schweizer oder elsässischen Nachbarn dafür belächelt werden, denn dort gibt es das wirklich nicht in diesem Stil, dass wir so tun, als ob wir Großmannsucht nötig hätten, unseren Selbstwert an T-Shirts mit dem Branding "ich kann mir unnötig teures leisten" - mit den T-shirts mit Branding fing dieser Massen-Trend übrigens an, in meiner Kindheit - Handies, Autos usw zu bemessen, wobei ich nun wirklich nichts gegen dicke Autos habe, aber wenn sie statt zum Fahrspaß nur dazu angeschafft werden, durch den Fahrstil den anderen zu zeigen, wo der Barthel den Most holt, dann stimmt etwas nicht - Leute, wir sind nicht in der Schlacht und nicht im Krieg miteinander - und keiner ist erfreut zu sehen, und das mit Recht, dass seine Nachbarn ihre Energie statt in positive Lebensfreude in den Konkurrenzkampf gegeneinander stecken! ...obwohl wir ja eigentlich alle zusammen leben wollen?

Beinahe übergangen hätte ich die unlustigen Farbschmierattacken auf die Zuschauer. Nichts gegen ein schön gestempeltes Herzchen auf der Wange - also ein wirkliches sich Mühe geben und Freude entgegennehmen - ich meine hier den schadenfreudigen rußschwarzen Handabdruck über das ganze Gesicht oder wahllose Farbstriche usw... Um nicht nur zu meckern, herzhaft lustig fand ich z.B. einen als Elefant verkleideten Mann zum Thema " So ein Zirkus" der ein kleines Podest hin stellte, hochstieg und eine tollpatschige Akrobatik-Geste vollzog und danach den Zuschauern signalisierte: so, jetzt müsst Ihr auch Beifall klatschen!

Für das Wohl der Zuschauern sollte sorgen, wer ihnen eine angenehme Zeit beim Umzug bescheren möchte. - Und dazu gehören unter anderem Mülleimer. Keiner fühlt sich wohl, sein klebriges Bonbonpapier oder senfbeschmiertes Wurstpapier in der Hosentasche mit nach Hause nehmen zu müssen. Und - liebe Narren - ich kann Euch aus meiner Erfahrung ein Geheimnis verraten, mit Mülleimern hat es bisher immer und überall geklappt, sogar bei vorglühenden Jugendlichen mit ihren Flaschen aus Papas Weinkeller auf dem Weg zu einer Veranstaltung, denn nicht nur Fussballer können genau ins Tor treffen, wenn sie es wollen!!! Aber, wer keine Mühe sich geben will, genug Mülleimer aufzustellen, der muss eben es dann hinnehmen, den ganzen Abfall stundenlang von der Straße einzusammeln!

Nicht genug, dass das Zuschauen beim Umzug inzwischen Geld kostet - und auch Kindern ohne Eltern wurde je 3 Euro abgeknöpft, wie ich zufällig mitkriegte - ein Verein funktioniert in erster Linie über Mitgliedsbeiträge, und wenn die Mitglieder anfangen, sich überwiegend von Spenden und Beiträgen finanzieren zu lassen, Bespassung nehmen, ohne dafür etwas leisten zu wollen, dann sind wir beim entgeldichen Kommerz und Konsum - und daran ging noch jeder Verein zugrunde. Also kein Wunder, dass die Zünfte hierzulande rückwärts machen - und man dort nur noch nach dem Sündenbock sucht: am Desinteresse der Jugendlichen liegt es mit Sicherheit nicht, diese haben nur keine Lust und Zeit, sich einseitig mit der Bespassung von Erwachsenen zu beschäftigen, die schon durch ihre Kleidung verraten, dass es sich um derartige bemitleidungserhaschende Spezies handelt. Ich weiß die Bonbons kosten Geld, aber die Hälfte würde es auch tun, zumal die Kinder nicht mehr bereit sind, sich danach zu bücken. Nicht zuletzt, weil Zucker ja verpönt ist, angeblich gesundheitsschädlich, um den Kindern voller Indoktrinierorgien-Sucht auch noch die letzte kleine Freude zu nehmen, begründet damit, dass es ja nichts als um deren Wohl ginge - und massenhaft abgeworfen sind die Bonbons auch kein Grund mehr für die Kinder, sich zu freuen, dass sie eins gekriegt haben (worum es ja eigentlich gehen sollte), obwohl sich die Menschheit seit 300.000 Jahren vorwiegend von stark zuckerhaltigen Knollen wie Rüben ernährt, Mehl gab es ja kaum wegen der Mühe. Bevor wir zu diskutieren anfangen, was ungesunder ist, mangels Gärzeit industriell unfermentiertes Mehl massenweise - ich höre noch meinen Großvater wie er sagte: "Man isst nichts unfermentiert" - das in Zähnen (Zahnstein!) und Darmzotten (Geschwüre!) kleben bleibt und vor sich hin fault und für den Körper genauso Kohlenhydrate ist und noch die halbe Nacht zum Abbau braucht oder Rübenzucker - natürlich ist beides energiereich und wer Energie zuführt, muss auch vor haben, diese zeitnah durch Bewegung, frieren oder geistige Leistung abzubauen - sprechen wir lieber von zuckeraustauschstoffhaltigen Bonbons, welche nicht verstoffwechselt werden können und sich alsbald im Darm die entsprechenden toxischen Tierchen ansiedeln, die dies können, und die auch der Bauchspeicheldrüse vorgaukeln, Insulin freizusetzen, obwohl kein Zucker da ist, bis sie den Betrieb gelangweilt einstellt. Glücklicherweise wurde erstmals erwähnt, dass Schokolade sehr gesund sei - und dies ausgerechnet von der (Link zum Artikel) AOK.

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